Hütearbeit
Es gibt unterschiedliche Hütehunde.
Es gibt Spezialisten(z.B. Deutsche Schäferhund, Mallioni) die für das Vieh einen gedachten Zaun dastellen, also die Weide begrenzen.
Herdenschutzhunde, die die Herde bewachen, wie z.B. der Pyrenäen-Berghund, Komandor, Kuvasz). Sie schützen die Herde vor Eindringlinden, wie Wölfe, Bären oder Ähnlches.
Der Border Collie, ein Koppelgebrauchshund, ist ein Spezialist zum einsammeln von, auf der Weide zerstreutem Vieh, auf das Einpferchen von Tieren in den Pferch/Viehhänger, auf das Bewegen von Punkt "A" zu Punkt "B" und auf das Abtrennen von Viehgruppen. Bellen ist hierbei unerwünscht.
Hüten besteht aus einer Vielzahl von Instinkten!
wie,
-Sheep sense, das Vermögen das Vieh richtig einzuschätzen. Instinktiv erahnt er die Reaktionen der Tiere und reagiert reflexartig und selbstständig.
-Balance, es ist wie ein Kräfteparallelogramm (abhängig von Abstand, Richtung, Maß d. Druckpunktes) zwischen Mensch und Hund, mit den Schafen als Mittelpunkt
-gathering, das Einsammeln der Schafe
-cast, der natürliche Abstand zum Vieh
-pace, die Geschwindingkeit wie der Hund das Vieh anbewegt
-heeling, das von hinten treiben
-heading, das stoppen
-typisch ist sein "will to please", das willige und schnelle Reagieren auf gegebene Kommandos. Die Kooperationsbereitschaft und Führigkeit des Border Collies
Der Border Collie arbeite mit "Auge". Er fixiert mit dem Auge das Vieh, um die geringsten Regungen der Tiere wahr zu nehmen und um dann entsprechend schnell und gezielt einzuwirken.
Er arbeitet mit Styl, es ist die Arbeitshaltung, die geduckte Körperhaltung mit der er sich bei der Arbeit dem Vieh nähert.
Je mehr diese Instinkte bei dem Hund von Natur aus im Gleichgewicht sind, desto einfacher ist es, den Hund am Vieh zu arbeiten. Da dies oft nicht der Fall ist, bzw. jeder Hund irgendwo seine Stärken hat, sollte der Hundeführer immer bestrebt sein, diese Instinkte durch gezieltes Training ins Gleichgewicht zu bringen.
Seit einigen Jahren gibt es auch in Deutschland Trails, wo man sein Erlerntes unter Wettkampfbedingungen überprüfen kann.
Bei diesem Training jedoch, sollte das Wohl des Viehs immer im Vordergrund stehen und nicht nur als Alibifunktion, um einen Border Collie zu halten, Vieh gehalten werden!!!

Ann an meiner "Mutter-Kind-Gruppe" Twix an Milchschafen
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Agility
(aus dem englichen übersetzt: Flinkheit, Wendingkeit)
Dieser Sport kommt ursprünglich aus England. Seit den 80er Jahren gibt es diese Sportart auch in Deutschland.
Agility ist eine weltweit, etablierte, moderne Hundesportart, die in vielen Hundesportvereinen angeboten wird.
Hierbei durchläuft der Hund, geführt von seinen Hundeführer, einen Parcours mit bis zu 20 unterschiedlichen Hindernissen, wie Hürden, Weitsprung, Busch, Reifen, Mauer, Laufdiel, Wippe, Tunnel, Sacktunnel und Slalom.
Die Hunde müssen ein gutes Grundgehorsam haben. Denn der Hund läuft frei, also ohne Halsband und Leine und wird ausschließlich über die Stimme und die Körpersprache des Hundeführers durch den Parcours geführt.
"Agility is fun"
Das wichtigste beim Agility ist der Spass und die sportliche Aktivität für Hund und Hundeführer. Daher muß sicher sein, das der Hund gesund ist und nicht überfordert wird.
Es gibt auf die Größe und auf den Ausbildungsstand des Hundes angepasste, unterschiedliche Größen-/Leistungsklassen.
Small (S) Schulterhöhe, Widerrist kleiner als 35 cm
Medium (M) 35 bis 42,99 cm
Large (L) ab 43 cm.

Fly im Slalom Twix durch den Tunnel
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Fährten-, Such- und Stöberarbeit
Der Hund ist ein Nasenspezialist, die Anzahl der Riechzellen ist um ein Vielfaches höher als die eines Menschen.
Im Hundesport wird bei der Fährtenarbeit eine Spur (die Fährte) gelegt.
Mit 10 m Abstand folgt der Hundeführer den Hund, der je nach Ausbildungsstand nach einer bestimmten Zeit (20 Minuten bis 3 Stunden) der Auslegung, die Fährtenlegung ausarbeitet (absucht).
Es gibt in Bezug der Aufnahme einer Spur zwei unterschiedliche Ausbildungen:
Wie Mantrailing -
die tatsächlichen Geruchsspur des Menschen wird aufgenommen
und die Fährtenarbeit -
wo die Düfte der mechanischen Bodenverletzungen aufgenommen werden.
Reni und Eyron bei der Stöberarbeit
Rettungshundearbeit
Ein Rettungshund sollte relativ unerschrocken sein und gute Nerven haben, um sich schnell auf neue/fremde Situationen einstellen zu können.
Idealerweise fängt man mit seiner Ausbildung bereits im Welpenalter an, wo diese Fähigkeit mit fremden Situationen umzugehen, ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist.
Ein angehender Rettungshund sollte freundlich und offen auf fremde Menschen zugehen, da er bei der Arbeit nicht nur von seinem Hundeführer auf Suche geschickt wird, sondern auch zu fremden Menschen Kontakt bekommt.
Die Grundausbildung dauert ca. 2 Jahre.
Auch der Hundeführer benötigt eine intensive Ausbildung in Erste Hilfe, Kompass- und Kartenkunde, Trümmerkunde, Funk, Einsatzlogistik, Kynologie und Ausbildung des Hundes.
Die Basis für ein gutes Mensch-Hundteam ist eine tiefe und vertraute Bindung beiderseits, damit sich das Team 100%ig aufeinander verlassen kann!
Einsatzmöglichkeiten:
Flächensuche
Trümmersuche
Mantrailing
Lawinensuche
Wassersuche und
Wasserrettung

Gudrun und ihre Kyla beim Rettungshundetraining
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Obedience
(Gehorsam, Ursprung: England) Die „Hohe Schule“ der Unterordnung.
Hier kommt es besonders auf harmonisches, schnelles und exaktes Ausführen der Übungen an.
Grundvoraussetzung ist ein gutes Hund-Mensch-Team. Jedoch auch die Sozialverträglichkeit des Hundes spielt beim Obedience eine große Rolle.
An offenen Obediencewettbewerben, kann jeder Hund teilnehmen, egal, wie groß , welche Rasse oder welche Abstammung der Hund, hat.
Diese Hundesportart ist auch für Menschen und Hunde mit Behinderungen zugänglich. Auf Wettbewerben wird deren Behinderungen bei der Bewertung berücksichtigt.
Das Mensch-Hund-Team muss diese Übungen nicht nur korrekt ausführen können, sondern es muss dabei auch noch gut aussehen. Diese Harmonie erreicht man nur, wenn der Hund seinem Menschen vertraut und Spaß an den gemeinsamen Übungen hat.
Obedience -Übungen enthalten: z.B. bei Fuß laufen, Sitz aus der Bewegung, Platz mit Abrufen, Apportieren, Eigenidentifikation (Geruchsunterscheidung an Gegenständen), Positionswechsel auf Distanz (wechseln zwischen Sitz, Platz und Steh), Vorrausschicken in eine „Box“ (Quadrat aus 4 Pylonen), Wesensfestigkeit gegenüber anderen Hunden, eine Ablage wo alle Hunde gleichzeitig abgelegt werden.
Prüfungen:
Beginner-Klasse nach VDH
Klasse 1
Klasse 2
Klasse 3
Fly in der Ablage
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Flyball
Flyball ist eine Mannschaftsportart. Hier bilden 4 Teams (Hunde und Hundeführer) eine Mannschaft. Der Verlauf ist einer Stafette ähnlich, wo mehrere Teams verschiedener Mannschaften gegeneinander starten.
4 Hürden sind in einer Reihe aufgestellt, diese muss der Hund überwinden um zur Flyballmaschine zu gelangen. Hier wird bei Berührung einer Auslösetaste ein Ball zugespielt. Der Ball wird vom Hund gefangen und möglichst schnell zurück über die Hürden, seinem Hundeführer gebracht. Nun kann das nächste Team starten. Sieger ist die Mannschaft, die am schnellster und fehlerfrei alle Hunde mit ihren Bällen wieder im Ziel haben.

Fly beim Flyball Cup
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Treibball
Eine sehr neue, von Jan Nijboer entwickelte, Sportart. Das Ziel ist es, das der Hund 8 Bälle möglichst zielstrebig, nacheinander in ein Tor „treibt“ (bewegt). Der Hundeführer schickt seinen Hund hinter die Bälle und gibt durch Sicht-, Stimm- oder Pfeifkommandos die Reihenfolge und den Weg an, in die der Hund die Bälle in ein Tor arbeiten soll.

Ruby beim Treibballtraining
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