Die ersten Lebensphasen eines Welpen!
1.und 2. Woche
Die Vegetative Phase
Die Augen und Ohren sind noch geschlossen.
Der Welpe sucht die Zitzen der Mutter, trinkt und schläft.
Ausscheidungen erfolgen durch Leckstimulation der Mutter.
3. Woche
Die Übergangsphase
Die äußeren Gehörgänge und die Augen öffnen sich.
Jedoch dauert es bis zum 17. /18. Lebenstag, bis der Welpe die akustischen und optischen Reize voll wahrnehmen kann.
Nun kann der Welpe selbstständig Kot und Harn absetzen, wozu er das Lager zu verlassen versucht.
6. – 7. Woche
Die primäre Sozialisationsphase
Das soziale Spielverhalten und das gruppenorientierte Spiel beginnt.
Der Welpe lernt die Beißhemmung.
Die Mutter beginnt die Welpen abzustillen.
12. – 16. Woche
Die sekundäre Sozialisationsphase
Über intensive Sozialspiele lernt der Welpe die Auseinandersetzung mit der Umwelt kennen.
Erste Stabilisierung vom Sozialverhalten, Kommunikation und Fortführung des Lernens.
Der Welpe übt Stress- und Frusttolleranzen.
Bis zur Pubertät im 6. – 9. Monat
Junghundphase
Üben und festigen des Sozialverhaltens und der Kommunikation.
Finden des Statusverhältnisses in der sozialen Gruppe.
Nach der Pubertät
Der Welpe ist nun körperlich erwachsen.
Die soziale Reife ist von der Größe der Hunderasse abhängig.
Ein Welpe zieht ein
Bei der Wahl des Schlafplatzes für das neue Familienmitglied sollte man immer bedenken, dass der Welpe aus einem sehr behüteten, sozialen Gefüge kommt. Die meiste Zeit lebte der Welpe zusammen mit seinen Geschwistern und seiner Mutter, bei viel Körperkontakt und Nähe. Die Trennung von seiner „Familie“ ist für den Welpen eine völlig neue Situation, die er zunächst erst einmal verarbeiten muss. Darum sollte man den Welpen vor allem nachts nicht wegsperren und alleine lassen. Er sollte die Atemgeräusche seiner neuen Freunde hören und ihre Nähe spüren.
Welpen erkunden mit ihrer Schnauze die Welt, nicht nur Teppiche, Schuhe oder Socken sind gefährdet. Sondern Elektrokabel, scharfkantige Kleinteile, Treppenabgänge, giftige Pflanzen, offene Toilettendeckel und offene Balkongeländer können für den Welpen gefährlich werden! Diese für den Welpen ernst zu nehmende Gefahrenquellen sollten vor Ankunft des neuen Familienmitgliedes gesichert werden!
Der Welpe braucht einige Tage Zeit, um sich einzugewöhnen. Hat er sich mit der neuen Umgebung vertraut gemacht und eine gewisse Sicherheit entwickelt, kann er mit anderen Artgenossen bekannt gemacht werden. Der regelmäßige Besuch einer Welpengruppe ist anschließend sehr sinnvoll, damit der Welpe seine sozialen Fähigkeiten weiter entwickeln kann.
Im Leben eines Welpen gibt es 3 Situationen, wo der Welpe sich mit großer Wahrscheinlichkeit lösen wird. 1. nach der Fütterung, 2. nach dem Schlafen und 3. nach dem Spielen. Tragen sie den Welpen schnell zum Löseplatz und loben sie ihn, wenn er sich gelöst hat. Ohnehin sollten sie in den ersten Tagen, alle 2 Stunden mit dem Hund rausgehen.
Sie sollten ihren Welpen, kurz vor dem Zubettgehen und gleich morgens in aller Frühe, eine Gelegenheit zum Lösen bieten! Es ist unvermeidlich, dass der kleine Welpe in den ersten Wochen, mal eine Pfütze oder einen Haufen im Haus hinterlässt.
Ruhe- und Schlafpausen sind für den Welpen von großer Wichtigkeit, um Erlebtes und Erlerntes zu verarbeiten! Nach dem Lernen braucht das Gehirn eine Pause, um die Inhalte zu verarbeiten. Also lassen sie den Welpen schlafen, wann und wo immer der Welpe sich eine Auszeit nehmen will!
Damit der Welpe sich sicher und geborgen fühlt braucht er Körperkontakt, um ihnen zu vertrauen und um eine stabile Bindung zu ihnen aufzubauen. Geizen sie nicht mit Streicheleinheiten! So lernt der Welpe ganz nebenbei, sich überall anfassen zu lassen. Signalisiert ihnen der Welpe, dass es ihm zuviel wird, akzeptieren sie dieses.
Ein Welpe braucht Bewegung. Aber der Welpe ist noch lange nicht ausgewachsen. Um sich optimal zu entwickeln braucht der Halte- und Stützapparat des Welpen Bewegung, aber keine Überforderung. Wichtiger als die Länge, ist die Menge und die Regelmäßigkeit der Gassirunden! Feste Zeiten erleichtern das Stubenreinwerden!
Lassen sie sich für die ersten Tage für den Welpen das gewohnte Futter vom Züchter mitgeben, auch wenn sie später den Hund anders ernähren wollen. Der Welpe sollte anfangs mit dem gleichen Futter, in den gleichen Intervallen weitergefüttert werden, wie er es vom Züchter gewohnt ist. Im ersten Lebensjahr sollten sie drei, später zwei Mahlzeiten beibehalten.
Einen Impfpass bekommen sie vom Züchter mit. Suchen sie sich einen Tierarzt ihres Vertrauens. Nach ein paar Wochen sollten sie ihn, ihren Welpen zum ersten kennenlernen vorstellen. Neben den üblichen Impfungen ist ein regelmäßiges Entwurmen des Welpen wichtig!
"Man kann ohne Hund leben,
aber es lohnt sich nicht!"
H.Rühmann
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